Wie funktioniert Geldwäsche? – Geldwäsche einfach erklärt

16. November 2022 - Minuten Lesezeit

Kriminelle Organisationen setzen Geldwäsche ein, um den Ursprung ihres Geldes zu verschleiern. Durch Geldwäsche können sie die illegale Herkunft des Geldes verschleiern und den Anschein erwecken, es stamme aus legitimen Aktivitäten. So können sie ihr Geld behalten und einer Entdeckung durch die Behörden entgehen. Aber wie funktioniert Geldwäsche in der Praxis? In diesem Artikel erklären wir Ihnen, wie die Geldwäsche funktioniert, welche gängigen Geldwäsche Methoden Kriminelle anwenden und inwieweit Kontrollen durch Ermittlungs- und Aufsichtsbehörden bestehen.

Geldwäsche Definition

Geldwäsche ist ein Strafbestand und wird im § 261 des Strafgesetzbuches (StGB) recht sperrig und für den Laien schwer verständlich beschrieben. Aber was ist Geldwäsche einfach erklärt? Vereinfacht ausgedrückt meint Geldwäsche jede Praktik, um illegal erworbene Vermögenswerte in den legalen Wirtschaftskreislauf einzuspeisen, und somit die illegale Herkunft zu verschleiern.

Wie funktioniert Geldwäsche?

In der Regel durchläuft der Prozess der Geldwäsche die drei Phasen der Geldwäsche. Im Folgenden erläutern wir Ihnen anhand eines einfach Beispiels was Geldwäsche einfach erklärt ist, wie sie funktioniert und was die gängigsten Geldwäsche Methoden sind.

Dieb D klaut Student S dessen Laptop und verkauft ihn auf eBay Kleinanzeigen. Den Kaufpreis in Höhe von 150 € lässt sich D vom Käufer K auf sein PayPal-Konto überweisen. Durch die unerlaubte Wegnahme des Laptops hat sich D zweifellos unrechtmäßig bereichert. Hier liegt ganz offensichtlich eine rechtswidrige Tat vor, nämlich Diebstahl. Er könnte den Laptop nun selbst nutzen. Der Dieb D hat aber gar kein Interesse daran, den Laptop selbst zu verwenden; lieber wäre es ihm, er würde den fiskalischen Gegenwert des Gerätes, also Geld, erhalten. Dadurch, dass D den Laptop nun verkauft, erhält er den Gegenwert, nämlich 150 €.

Wie-funktioniert-Geldwaesche-mit-Hilfe-von-Diebstahl

Dieses Geld ist jedoch nicht redlich erwirtschaftet. Das wäre es nur, wenn D das Geld selbst z. B. durch ehrliche Arbeit verdient oder etwa zum Geburtstag von seiner Großmutter geschenkt bekommen hätte. Die 150 € generiert D eindeutig aus einer Straftat, dem Diebstahl, und dieser – das lernen bereits Kleinkinder – ist verboten. Da das Geld aber nun auf dem Konto von D zusammen mit seinem sonstigen Vermögen liegt, wurde es quasi vermischt und niemand kann mehr rekonstruieren, ob es sich hierbei um ehrlich erwirtschaftetes Geld handelt oder welches, das aus einer Straftat stammt. Somit liegt ein klassischer Fall von Geldwäsche vor. 

Bandenkriminalität und Geldwäsche

Nun stellen Sie sich vor, der Dieb D ist Mitglied einer Bande, die sich darauf spezialisiert hat, hochwertige und leicht veräußerbare Gegenstände zu stehlen. Neben Laptops gehören auch Handys, Tablets, Uhren und Schmuck zu den begehrten Gegenständen, die D und seine Bandenkomplizen ahnungslosen Personen stehlen, um sie dann – vornehmlich im Internet – zu verkaufen. Die Kaufpreise lassen sie sich am liebsten auf ein und demselben Giro- oder PayPal-Konto überweisen. Im Laufe einer Woche kommen so einige Tausende Euro zusammen, die jeden Freitag auf das Konto des Bandenbosses – nennen wir ihn Bernd Breitling – überwiesen werden.

Bernd Breitling ist geschäftstüchtig, deshalb ist er nicht nur der Boss von der Bande, die professionell Diebstähle durchführt, sondern er ist auch der Boss von einer weiteren Bande, die sich auf den Straßenverkauf von Drogen spezialisiert hat. Die Jungs und Mädels aus dieser Bande verkaufen im Namen von Bernd Breitling in einer Großstadt Drogen, die – das liegt in der Natur der Sache – ausschließlich in bar bezahlt werden. Im Laufe einer Woche kommen auch da schon mal einige Tausende Euro zusammen. Jeden Samstag suchen die Bandenmitglieder eine ganz bestimmte Spielhalle auf und werfen das durch den Drogenverkauf erwirtschaftete Bargeld in die Automaten. Wie das nun mal so ist und wie es in diesem Fall auch beabsichtigt ist, gewinnt fast immer die Bank, also die Spielhalle. Die Bandenmitglieder sind darüber aber nicht traurig, denn sie wissen, die Spielhalle gehört Bernd Breitling. Bernd betreibt die Spielhalle ganz legal und für das durch den Betrieb der Spielhalle eingenommene Geld zahlt er auch ganz brav Steuern. 

Vorgehen der Geldwäscher

Vorgehen-der-Geldwaescher

Bernd Breitling nutzt also einen Clou: Er weist seine Straßendealer an, ihm das Geld nicht bar zu übergeben, denn davon hätte er nicht viel, außer einen großen Berg an Scheinen, die er aber nur schwer loswird. Auf sein Konto überweisen lassen will er sich das Geld aber auch nicht. Denn dazu müssten die Dealer es erst einmal regelmäßig auf ihre Konten einzahlen. Das könnte bei den Banken oder dem Finanzamt den Verdacht aufkommen lassen, dass es sich um gewerbliche Einnahmen handele. Und wenn regelmäßig hohe Summen von unterschiedlichen Konten auf Bernds Konto fließen, macht das die Banken und das Finanzamt auch irgendwann stutzig. 

Also weist Bernd Breitling seine Dealer an, das erwirtschaftete Geld einfach in die Spielautomaten zu schmeißen. Sollte zufälligerweise mal jemand am Automaten gewinnen: Bravo! Das Geld darf er gerne behalten. Meist verspielt der Dealer es aber ohnehin direkt wieder. Bernds Spielhalle hingegen wirft einfach nur einen besonders großen Umsatz ab. Nach Abzug der Steuern darf Bernd den Gewinn behalten, völlig legal. Die Bargelder aus dem Drogenhandel sind reingewaschen. Bernd kann nun mit seinem Gewinn ganz normal wirtschaften, ohne dass jemand Verdacht schöpft, denn er kann jederzeit nachweisen, wo das Geld herkommt und dass es sogar versteuert wurde.

"Enkeltrick" zum Zwecke der Geldwäsche

Bernd Breitling hat noch einen weiteren Geschäftszweig für sich entdeckt. Bernd beschäftigt eine Gruppe von charmanten und gewieften Männern und Frauen, die besonders gut darin sind, sich das Vertrauen älterer Menschen, vornehmlich alleinstehender Rentnerinnen und Rentner zu erschleichen. In vielfältigen Variationen beherrscht Bernds Gruppe den sogenannten Enkeltrick. Unter Vorspiegelung falscher Tatsachen geben sich Bernds Angestellte als Verwandte aus oder spielen die mittellose Opferrolle mit dem Ziel, von den Pensionären Bargeld zu erschleichen. Die Mühen zahlen sich aus. Nicht selten heben die älteren Damen und Herrschaften hohe vier- oder sogar fünfstellige Summen von Ihren Bankkonten ab, um sie nichts ahnend an die Betrüger zu übergeben. 

Diese „Fachabteilung“ aus Bernds Unternehmen erschwindelt sehr hohe Bargeldsummen. Die können nicht einfach ohne Verdacht zu erwecken auf Bernds Konto überwiesen werden. Deshalb führt Bernd einen Zwischenschritt ein: Unter seinen Angestellten gibt es einige, die sich darin verstehen, sich als kultivierte und weltgewandte Geschäftsleute auszugeben. Diese kaufen mit den hohen Bargeldsummen Autos, Schmuck und Kunstgegenstände, die sie innerhalb kurzer Zeit aber wieder verkaufen, meist an Privatpersonen. Der Verkauf der Gegenstände soll möglichst schnell und unkompliziert abgewickelt werden, daher bieten sie diese deutlich unter dem Marktwert an, was dem Käufer suggeriert, er mache hier ein Schnäppchen.

Gegen kritische Rückfragen von Käuferseite haben Bernds Mitarbeiter natürlich immer eine passende, plausible Geschichte im Petto. Mal ist die Auftragslage unerwartet schlecht oder der Geschäftsmann braucht kurzfristig dringend Geld, um seine Filiale in Osteuropa vor dem Konkurs zu retten. Hierbei sind der Kreativität zur Hintergrundgeschichte keine Grenzen gesetzt. So kann auch mal eine erfundene Krankheit eines Familienmitglieds – gerne in einem entfernten Land lebend – herangezogen werden. Der Käufer wird natürlich angewiesen, den Kaufpreis für das Kfz zu überweisen. Dass der SUV, der von Bernds Bandenmitglied, der für 75.000 € neu gekauft wurde, nun für 65.000 € weiterverkauft wird, ist in Bernds Augen kein Verlustgeschäft, sondern ein Gewinn. Statt 75.000 € in bar, die aus kriminellen Handlungen erwirtschaftet wurden, hat er nun 65.000 € als legales Buchgeld auf seinem Bankkonten und kann damit nach Belieben verfahren, ohne, dass es kriminell aussieht. 

Geldwäsche mit Auslandskonten im Steuerparadies

Wie-funktioniert-Geldwaesche-mit-Auslandskonten-im-Steuerparadies-Panama

Manchmal benötigt Bernd Breitling eine größere Summe, möglichst schnell und möglichst auf einem seiner anderen Konten, etwa in Panama oder auf den Cayman Islands. Das Kaufen und Verkaufen von Luxusgegenständen dauert dann eventuell zu lange. Auch für solche Fälle sind Bernds Mitglieder gewappnet: Sie bestellen dann gerne mal einen Luxusgegenstand, z. B. ein Auto, ein Gemälde oder eine teure Uhr, unterschreiben den Kaufvertrag und überweisen den Kaufpreis. Versehentlich wird aber nicht der vereinbarte Kaufpreis überwiesen. Bernds Angestellter hat das Komma um eine Stelle verschoben. Statt der 2.5oo,00 € für das Gemälde, überweit er 25.000,00 €. 

Dies fällt ihm natürlich sofort auf. Die vermeintliche Sekretärin von Bernds Mitarbeiter ruft beim Kunsthändler an, erklärt aufgelöst ihren Fauxpas und bittet darum, die zu viel gezahlte Summe zurückzuüberweisen. Hierbei gibt sie die IBAN und BIC von Bernds Konto in Panama an. Ein Schelm, der Böses dabei denkt.

Es kann aber auch vorkommen, dass der Kaufvertrag für ein Kfz unterzeichnet und der Kaufpreis direkt überwiesen wird. Nur einen Tag später aber tritt Bernds Angestellter vom Kaufvertrag zurück. Das Geld wird – abzüglich einer einkalkulierten Stornierungsgebühr – zurücküberwiesen, möglicherweise auf Bernds Konto auf den Cayman Islands? Manchmal muss es aber nicht direkt ein Konto in einem Steuerparadies sein. Es kann auch ein unauffälliges inländisches Konto sein, etwa das von Bernds Cousin, Rolf Rolex.

Geldwäsche im Immobiliensektor

Rolf Rolex arbeitet eng mit Bernd Breitling zusammen, sie führen eine Art Familienunternehmen. Rolfs Metier sind Immobilien. Er führt ein Immobilienbüro und ist als Makler zugelassen. Er hat ein Auge dafür, welche heruntergekommenen Objekte saniert und lukrativ weiterverkauft werden können. Auch hat er ein Gespür dafür, welche Stadtteile in naher Zukunft florieren werden. Immer wieder entdeckt Rolf heruntergekommene Objekte, handelt einen guten Preis aus und ist sogar bereit, dem (meist privaten) Verkäufer einen Teil der Summe in bar zu übergeben, damit der Kaufpreis im Kaufvertrag etwas niedriger dotiert wird. Davon haben beide Parteien etwas, sie sparen lästige Steuern. Rolf weiß, der Kaufvertrag muss zwar vom Notar beurkundet werden. Der Notar muss sich aber nicht davon überzeugen, ob und welche Summe tatsächlich gezahlt wurde und wie (bar oder unbar) sie beglichen wurde.

Aufgrund fehlender Kontrollinstanzen hat Rolf also nichts zu befürchten. Dank seiner guten Verbindungen verfügt Rolf über ein Netzwerk an Handwerkerfirmen, die die maroden Geschäfts- und Wohnhäuser in kurzer Zeit zu überraschend günstigen Preisen sanieren. Eine Baufirma, die Rolf besonders häufig beauftragt, gehört seiner Schwester, Charlotte Cartier. Charlottes Firma bietet sämtliche Dienstleistungen rund um Sanierung und Renovierung an. Für das, was ihre Mitarbeiter nicht selbst können, hat Charlotte Subdienstleister, die fast alle in östlichen Nachbarländern ansässig sind. Diese schicken häufig Tagelöhner und andere Fachkräfte oder Aushilfen, die auf Charlottes Baustellen aushelfen. Sie verrichte gute Arbeit und kosten nicht viel, da sie auch mal in Baucontainern übernachten können und von Charlotte nicht angemeldet werden. 

Wie-funktioniert-Geldwaesche-im-Immobiliensektor

Sobald die Wohn- und Geschäftshäuser wieder bewohnbar sind, verkauft, vermittelt oder vermietet Rolf sie. Besonders gern hat er es, wenn der die Objekte verkaufen kann, denn dann muss er sich nicht mit Mietern rumschlagen, hat diesbezüglich keinen Verwaltungsaufwand und kann einen deutlich höheren Kaufpreis veranschlagen, als er selbst gezahlt hat. Beim Verkauf kann er sich dann mit den Käufern wieder auf einen niedrigeren Kaufpreis einigen, als den, der schließlich im Kaufvertrag niedergeschrieben wird, da ein Teil des Kaufpreises wieder in bar bezahlt wird. Von dem Bargeld zahlt er einen Teil an seine Schwester Charlotte für ihre Dienste. Dies spart für alle Parteien etwas Steuern. Und Charlotte kann mit dem Bargeld ihre Leiharbeiter bezahlen, die sich ebenfalls sehr über Bargeld freuen. Manchmal vermietet Rolf aber auch einige Wohnungen, vornehmlich an Bandenmitglieder, die bei Bernd Breitling arbeiten. Auf diese Weise kann er die offizielle Miete möglichst klein halten und sich den Rest in bar bezahlen lassen, denn Bernds Bandenmitglieder verfügen ja ohnehin regelmäßig über Bargeld durch ihre Diebstähle und den Drogenhandel. 

Charlotte Cartier hat von ihrem Schwarzgeld übrigens vor kurzem ihr drittes Restaurant gekauft – natürlich vermittelt von ihrem Bruder Rolf Rolex. Das gute an den Restaurants ist, dass hier nach wie vor viele Gäste mit Bargeld bezahlen. So fällt es gar nicht auf, dass Bernd und Rolf hier regelmäßig ihre illegalen Bargelder einfließen lassen. Für das Finanzamt sieht es so aus, als liefen die Restaurants gut. Und ganz nebenbei verdient auch der Staat an dem vermeintlich hohen Umsatz mit, indem er hiervon Steuern einbehält. Charlotte wirtschaftet sehr gut. Um die stetig steigenden Lebensmittelkosten auszugleichen, meldet sie nur ein paar ihrer Servicekräfte an. Einige der Angestellten sind Familienmitglieder oder enge Bekannte einer arabischen Familie, mit denen Charlotte seit einiger Zeit bekannt ist, oder Flüchtlinge, die vor kurzem dank Schleuser aus ihrem Land flüchten konnten und die an Charlotte empfohlen wurden. 

Organisierte Geldwäsche durch Clankriminalität 

Bernd Breitling, Rolf Rolex und Charlotte Cartier haben nämlich vor einiger Zeit expandiert. Sie haben sich dem in Dubai ansässigen Abadi-Familien-Clan als Geschäftspartner angeschlossen. Über die Verbindungen des Abadi-Clans bezieht Bernd Breitling nun besonders günstig Drogen, dessen Verkauf ihm einen größeren Gewinn einbringt. Rolf Rolex erhält vom Abadi-Clan besonders günstige Kredite für seine internationalen Immobilieninvestitionen. Und Charlotte Cartier bekommt seither vermehrt Aufträge, u. a. im Iran und in Katar, sowie günstige Aushilfen für ihre Restaurants. 

Wie-funktioniert-Geldwaesche-durch-Bandenkriminalitaet

So wie mit Bernd, Rolf und Charlotte, verfügt der Abadi-Clan über zahlreiche Kooperationen mit Banden weltweit. Manche haben sich auf bestimmte Bereiche, wie etwa Drogenhandel und Immobilienbetrug spezialisiert. Andere erwirtschaften Unmengen an Geld mit Menschenhandel, Prostitution oder der Herstellung und dem Verkauf von gefälschten Markenprodukten. Aber auch terroristische Gruppen zählen zu dem weltweiten Netzwerk, die die Rekrutierung und Ausbildung ihrer Mitglieder sowie Ausrüstung für Anschläge finanzieren müssen.

Deutschland als Geldwäscheparadies

So, oder so ähnlich wird tagtäglich weltweit Geld gewaschen. Deutschland kommt hierbei eine zentrale Rolle zu: Es gilt als Geldwäscheparadies. Das hat vor allem zwei Gründe: Erstens hat Bargeld hierzulande nach wie vor einen sehr hohen Stellenwert. Bei uns gilt eine Bargeldobergrenze von 10.000 €. Erst darüber muss man sich in aller Regel ausweisen. Und damit ist man bereits beim zweiten Grund. Es gibt viel zu wenige Kontrollen. Ob jemand bei Barzahlungen oberhalb von 10.000 € identifiziert wird oder nicht, wird kaum kontrolliert. Nicht umsonst steht Deutschland deshalb in der Kritik und wurde von der EU bereits abgemahnt, weil es die EU-Geldwäscherichtlinien nicht ausreichend umgesetzt hat. 

Testen Sie es doch einfach einmal selbst und gehen zum Gebrauchtwagenhändler an der Ecke. Fragen Sie, ob Sie das ausgewählte Fahrzeug mit fünfstelligem Verkaufspreis auch in bar bezahlen können. Wenn Sie dann nach Ihrem Ausweis gefragt werden, dann sind Sie an einen Händler geraten, der seine Pflichten nach dem Geldwäschegesetz kennt und gesetzesform handelt. Andernfalls handelt es sich hierbei um einen Gütehändler, also einen Verpflichteten nach dem GwG, der seine Pflichten nach dem Geldwäschegesetz missachtet. 

Natürlich handelt es sich um die in diesem Text skizzierten Situationen um fiktive Beispiele. Aber jede dieser Situationen ereignet sich tatsächlich so und in abgewandelter Form jeden Tag. Und jede der hier beschriebenen Handlungen stellt eine sogenannte Vortat zu Geldwäsche dar. Begonnen beim vermeintlich kleinkriminellen Laptop-Dieb, über Schwarzarbeit bis hin zum Menschenhandel.

Kontrollen über die Einhaltung der Pflichten nach dem Geldwäschegesetz

Es kommt vor, dass hin und wieder mal kriminelle Familien-Clans oder Banden der organisierten Kriminalität von Ermittlungsbehörden überführt werden. Dann beginnt für die Ermittler eine ganz besondere Arbeit: Sie folgen der Spur des Geldes zurück bis zu seiner illegalen Herkunft. Dann kann es vorkommen, dass Ermittler bei Ihnen im Autohaus, im Maklerbüro oder in Ihren Ausstellungsräumen auftauchen und Fragen zu einem Geschäft stellen, das möglicherweise schon Monate oder Jahre zurück liegt.

Pflichten-nach-dem-Geldwaeschegesetz

 Sehr wahrscheinlich wurde Ihr Unternehmen dann ohne es zu wissen und ganz besonders ohne es zu wollen für Geldwäsche missbraucht. Zwar sind Sie dann Opfer der Geldwäsche geworden. Dennoch wollen die Ermittler dann sämtliche Aufzeichnungen zu dem zurückliegenden Geschäft von Ihnen einsehen, etwa sogenannte Identifikationsbögen, Personalausweiskopien und die Risikoanalysen aus den letzten Jahren.

Können Sie diese nicht vorlegen, drohen nicht nur Bußgelder, weil die Pflichten nach dem Geldwäschegesetz nicht oder nicht ausreichend umgesetzt wurden. Es besteht auch die Möglichkeit, dass gegen Sie ein Verfahren wegen Verdacht auf Mittäterschaft bzw. Beteiligung eingeleitet wird.

Fazit

Um nicht selbst Opfer von Geldwäschern zu werden und um sich vor empfindlichen Sanktionen durch Aufsichtsbehörden zu schützen, hilft nur eine funktionierende Anti-Geldwäsche-Organisation in Ihrem Unternehmen.

Aus jahrelanger praktischer Tätigkeit als Berater für Geldwäscheprävention und externe Geldwäschebeauftragte kennen wir nicht nur die Machenschaften der Kriminellen und die Risiken für die Unternehmen, sondern wir wissen auch, wie Sie mit oftmals wenigen und pragmatischen Maßnahmen sicher aufgestellt sind.

Sprechen Sie uns an und wir entwickeln konkret für Ihre Bedürfnisse ein dem Risiko angemessenes System, das einfach und ressourcenschonend umgesetzt werden kann.

Markus Weuthen

Markus Weuthen
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